Kölner Keramikermarkt 2018 – Kreativpreis

Nach langer Pause habe ich dieses Jahr mal wieder am Kölner Keramikermarkt teilgenommen und ich habe dort einen Preis gewonnen! :-)

Cyanotypie auf KeramikZum Kölner Keramikermarkt gibt es jedes Jahr ein Wettbewerbsmotto. 2018 hieß dieses Motto *Märchenhaftes Köln. Geschichten, Legenden, Sagen.* Als im Mai die Zusage zur Marktteilnahme mit Bekanntgabe des Wettbewerbsmottos eintraf, musste ich sofort an meine persönliche Geschichte mit einem Kölschen Märchen denken, und die geht so:     

Kindliches Missverständnis oder „Die Mainzelmännchen zu Köln“

Es war einmal ein kleines Mädchen, das bekam von seiner Kölner Patentante eine Märchenschallplatte geschenkt „Die Heinzelmännchen zu Köln“. Gebannt lauschte das Mädchen wieder und wieder der Geschichte, besonders gefesselt vom dramatischen Ende, wenn die Heinzelmännchen mit Getöse die Treppe hinunterpolterten.

Allerdings gab es da etwas, das das kleine Mädchen nicht verstand:
Aus dem Fernsehen waren ihm die Mainzelmännchen wohlbekannt, und dass die Heinzelmännchen mit diesen nicht identisch sein sollten, obwohl sich das doch so gleich anhörte, das konnte es einfach nicht begreifen!

So purzelten vor seinem inneren Auge immer und immer die Mainzelmännchen diese Treppe hinunter und irgendwie ist das bis heute so geblieben.

Von daher braucht sich das erwachsene Mädchen auch nicht zu wundern, dass geheimnisvolle Hilfe in der Töpferwerkstatt ausbleibt…

Die Technik:    

Dosenobjekt aus Naked Raku Keramik mit Cyanotypie (blau/weiß Fotografie)

Der Deckel mit einer Cyanografie vom Negativfoto einer selbst erstellten Kollage, der Dosenkörper erinnert mit seiner schwarzen, gerillten Oberseite an die Schallplatte, die Seiten mit einem Cyanogramm von Erbsen, die den Kölner Dom überwuchern (denn die sind natürlich aufgegangen, nachdem sie von der Treppe auf die Erde gerollt sind und nach dem Verschwinden der Heinzelmännchen haben auch die Gärtner ihre liebe Not mit der vielen Arbeit).

Es war ganz schön nervenaufreibend, den Wettbewerbsbeitrag rechtzeitig fertig zu bekommen. Zuerst hatte ich Probleme mit der Glasur, als Resultat wurde das Naked Raku nicht schön und die Oberfläche für das Erstellen einer Cyanotypie unbrauchbar. Dann hatte ich eine neue Glasurcharge, aber Trockenheit und Hitze machten den Rakubrand unmöglich. Erst zwei Wochen vor dem Kölner Keramikermarkt konnte ich endlich brennen. Dann musste die Keramik noch geputzt werden, trocknen, belichtet werden, gewässert, wieder getrocknet – eine zeitliche Punktlandung. Um so glücklicher bin ich, damit dann auch noch einen Preis gewonnen zu haben, nämlich den Kreativpreis vom Kölner Keramikermarkt, dotiert mit einer Tonne Ton der Firma Sibelco. Eine Tonne Ton, nicht schlecht, da habe ich einen Haufen Arbeit gewonnen!!! ;-) Ich freu‘ mich drauf! :-)

Preisträger Kölner Keramikermarkt

v.l. Ines Lang, Sabine Puschmann-Diegel, Kathrin Bachmann, Hildegard Schemehl, hinten Innenstadt Bürgermeister Andreas Hupke

Aber wie man auf dem Preisträgerfoto sieht, gab es natürlich noch andere Keramikerinnen, die einen Preis bekommen haben. 

Kathrin Bachmann aus Koblenz wählte die Geschichte von Siegfried, dem Drachentöter, für ihren Wettbewerbsbeitrag. Eine Kanne und zwei dazu passende Becher aus Porzellan.

Ebenfalls aus Porzellan ist die Umsetzung der wahren Geschichte des weißen Wals, der sich im Jahr 1966 im Rhein verirrt hatte. Diese sehr schlichte, wunderschöne Keramik wurde von Ines Lang aus Köln geschaffen. Dafür gab es einen 1. Preis.

Und den 1. Preis gab es in diesem Jahr gleich zweimal, den anderen bekam Sabine Puschmann-Diegel für ihre Umsetzung der Geschichte von Jan und Griet.

Mir persönlich gefiel darüber hinaus diese Drachenhandtasche von Sabine Martin.

Und diese tolle Bildplatte von Veronika Dietz.   

Péckvillchen 2018

Péckvillchen 2018Moien, darf ich mich vorstellen: Ich bin die Haubenmeise, das Péckvillchen 2018.

An Ostermontag werde ich mich freuen, Sie auf der Emaischen in Luxemburg-Stadt zu treffen. Zum 191. Mal werden dort in allen Straßen rund um den großherzoglichen Palast die Péckvillercher pfeifen. Pfeivögelchen aller Arten und Farben. Es wäre zum Vogelmarkt natürlich schön, wenn auch das Wetter endlich frühlingshaft wäre, also gucken wir mal.

 

 

Vor ein paar Wochen, als die diesjährigen Péckvillchen zwar schon fertig modelliert, aber noch nicht glasiert und Raku gebrannt waren, war es ja noch verdammt winterlich.

 

 

Meisen am FutterhausDie Kohl- und Blaumeisen im Garten standen am Futterspender Schlange.

 

 

Da kam uns Péckvillchen 2018 das schöne warme Feuer im Raku Brand genau recht.

 

 

Auch wenn beim Brennen meistens die Sonne schien. Aber was sind wir dreckig nach dem Raku Brand!

 

 

Peckvillchen 2018Kaum waren ich und meine Haubenmeisen-Kolleginnen schön sauber geputzt, lag schon wieder Schnee.

 

 

Oder es regnete, mannmannmann, kein Wunder, dass diese Haubenmeise ein bisschen böse guckt.

 

 

Also, wo hat die Sonne sich versteckt??? Im alten Zwetschgenbaum vielleicht? Nö, zu dunkel!

 

 

Bei den Osterglocken sieht es schon besser aus, zumindest die Farbe stimmt.

 

 

Und beim Blick in den Himmel gibt es ein ganz zartes Blau zu entdecken.

 

 

Péckvillchen 2018Ja, so ist das schön, so wünschen wir uns doch alle das Osterwetter. Dann mal Daumen drücken, dass wir Glück haben werden. Egal, wo wir den Ostermontag genießen. 

Ihr Péckvillchen 2018 Wetterreporter wünscht ein schönes Osterfest!

HIER z.B. gibt es das Péckvillchen übrigens jetzt auch online zu kaufen.

Ausstellung Keramik Preis Raeren

Endlich war es am 19. November soweit, die Keramik Ausstellung der Preisträgerinnen des Keramikmarkts Raeren 2016 (das Titelfoto des Blogbeitrags zeigt die vom Museum angekaufte Keramik) wurde im Haus Zahlepohl vis-à-vis vom Töpfereimuseum Burg Raeren eröffnet. Es ist schon über ein Jahr her, dass mir auf diesem Markt der 3. Preis zuerkannt wurde, ich war aber gar nicht so böse drum, dass sich die Ausstellung um ein paar Monate verzögerte. So hatte ich ausreichend Zeit, neue Stücke zu schaffen, auch neue Cyanotypie Keramiken, die ja besonders viel Aufwand erfordern.

 

 

 

 

 

 

Gefäß für GedankenDie erste Keramik meiner Ausstellungsbeiträge ist aber ein neues Gefäß für Gedanken.  

Wende die alten Steine –
ein kurzer Blick nur auf flüchtige Tage
Sie geh’n in die Vergangenheit zurück

Drehe mich um
zur Zukunft

 

 

 

 

 

 

Raku Dose mit SteinStein zu Stein. In diesem Fall zwei Dosen aus Naked Raku Keramik mit gefundenen Steinen kombiniert.

 

 

 

 

 

 

Naked Raku KeramikJahresringe. Ein großes Dosenobjekt mit eingebranntem Farn, ein kleineres Dosenobjekt und eine Jahresring Schale aus Naked Raku Keramik.

 

 

 

 

 

 

Cyanotypie KeramikDann endlich neue Cyanotypie Keramiken. Auch hier habe ich wieder das Motiv der Jahresringe aufgegriffen. Der Titel dieser Arbeiten ist Vergehen und Werden. Der Buchenbaum ist gefällt, der zurückbleibende Stumpf wird über die Zeit langsam verrotten. Doch noch für einige Jahre wird die Geschichte des Baumes am Holz ablesbar sein. Gleichzeitig geht der ewige Kreislauf des Lebens weiter, neue Pflanzen und Bäume werden heranwachsen. Ernährt vom dem, was vergeht. Beide Keramiken tragen die durch die fotografische Technik der Cyanotypie erzeugten Bilder von Farnen und einem jungen Buchenbäumchen.

 

 

 

 

 

 

Cyanotypie Keramik FarnFarne eignen sich einfach wunderbar für Cyanotypien. Drei Objekte mit Farn und Nachfaltern. Die Abbilder der Insekten erzeuge ich übrigens mit Negativen, es kommt also kein Tier zu Schaden.

 

 

 

 

 

 

Eine von der Form eines Baumstamms inspirierte Naked Raku Keramik im Hintergrund, im Vordergrund ein der Form einer Eichel nachempfundenes Dosenobjekt. Ja, genau das, das ich auf meinem vorigen Blogbeitrag zum Waldspaziergang mitnahm! Wenn Sie den Waldspaziergang mit Keramik verfolgen, dann haben Sie vielleicht schon ein paar Keramiken wiedererkannt. Es ist mein momentanes künstlerisches Thema, also ist auch mein Beitrag zur Preisträger Ausstellung ein Waldspaziergang mit Keramik geworden, unvermeidlich.

 

 

 

 

 

 

cyanotype ceramicsAuf der letzten Station dieser Ausstellung trete ich jedoch aus dem Wald heraus. Da steht noch ein Baum am Wegrand, dann begleiten mich Wiesen auf dem Rückweg. Die Cyanotypie von Baum am Wegrand (das Vasenobjekt im Hintergrund links) ist komplett durch Belichtung eines Negativs entstanden. Auf den anderen Keramiken habe ich wieder echte Pflanzenteile mit kleinen Negativen kombiniert. So kann ein kleiner Nachtfalter die Blüten des Geißblatts besuchen und ein großer Grashüpfer durch die Ackerwinde krabbeln.

 

 

 

 

 

 

Und dann blicken wir uns um – denn da sind ja noch zwei andere Ausstellerinnen.

 

 

 

 

 

 

Keramik Petra WolfPetra Wolfs Keramiken liebe ich ja sowieso. :-) Farblich extrem zurückhaltend kommen die Strukturen ihrer Arbeiten umso besser zur Geltung. Was der Ton an Texturen, Brüchen, Linien – kurz allen möglichen Arten von Oberflächen entwickeln kann, Petra erforscht es und bringt es in ihren Objekten konzentriert auf den Punkt.

 

 

 

 

 

 

Christine Möhring KeramikDie zweite Mitausstellerin ist Christine Möhring. Auch sie beschäftigt sich mit Form und Struktur, oft durch Farbigkeit betont. Auch ihre Inspiration liegt oft in der Natur. So hieß eine ihrer letzten Ausstellungen *Behausungen*. Nicht wirklich verwunderlich, dass ich auch die Arbeit dieser Keramikerin sehr schätze.

 

 

 

 

 

 

Leider kann ich keinen weiteren Überblick über die Ausstellung zeigen. Dafür ist der Ausstellungsraum zu klein und meine fotografischen Möglichkeiten sind zu begrenzt. Aber es ist sowieso viel besser, Sie gehen selber hin und schauen sich unsere Keramik Ausstellung an. Kombiniert mit einem Besuch im Töpfereimuseum absolut lohnenswert. Die Ausstellung dort über die Geschichte der Raerener Keramik ist sehr interessant und informativ und kein bisschen langweilig. Und Raeren liegt direkt hinter der deutsch-belgischen Grenze, ganz nah bei Aachen. 

Die Keramik Ausstellung der Preisträgerinnen vom Euregio Keramikmarkt 2016 läuft noch bis zum 7. Januar 2018.

 

 

 

 

 

 

Keramik AusstellungTöpfereimuseum Raeren

 

 

 

 

Waldspaziergang 6

 

 

 

 

Die nächste Station meines Waldspaziergangs mit Keramik. Nun im Herbst sind die Eicheln reif und fallen mit dem alten Laub zu Boden. Eine gute Zeit, um dieses Dosenobjekt aus Naked Raku Keramik vorzustellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Denn wie man sieht, es war die Form einer Eichel, die mich zu dieser Dose aus Raku Keramik inspiriert hat. 

 

 

 

 

Die feinen Riefen der Eichel sind bei mir dunkle Linien im Naked Raku geworden.

 

 

 

 

Das Laub der ganz kleinen Eichenbäumchen von diesem Jahr ist noch grün.

 

 

 

 

Werden sie es schaffen, einmal zu dieser Größe heranzuwachsen? Das Dosenobjekt zu Füßen eines erwachsenen Baums, wie eingekuschelt in einem Hohlraum zwischen den Wurzeln.

 

 

 

 

Eingekuschelt und beschützt.

 

 

 

 

Und hier auf einem Stapel gefällter Bäume.

 

 

 

 

Ein letzter Blick von oben auf die Keramik im Herbstlaub. Die Farbharmonie zwischen den Brauntönen des Laubs und den Grautönen des Naked Raku gefällt mir sehr! 

Wird fortgesetzt.

Herbstspaziergang mit Keramik

cyanotype on ceramics

 

 

 

 

 

Ohjeohjeohje, ich habe meine Keramik Spaziergänge wirklich etwas vernachlässigt. Aber nun endlich, Waldspaziergang mit Keramik, meine virtuelle Ausstellung im Wald, fünfte Station.   

Es ist schon Herbst. Und die verschiedenen Farben und Stimmungen im Herbstwald sind sehr schön, um die unterschiedliche Wirkung im Zusammenspiel mit einer neuen Cyanotypie Keramik Schale auszuprobieren. Auch diese trägt Motive aus dem Wald. Farnblätter, ein Nachtfalter fliegt auf, eine Ameise.
Was leuchtet nun mehr, das Blau der Cyanotypie, die braunen Blätter oder der noch hellgrüne Farn?

 

 

 

 

Cyanotypie auf Keramik

 

 

 

 

 

Farbharmonie mit einem Hintergrund aus Herbstlaub.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz anders ist die Wirkung auf leuchtend grünem Moos, da ist der Hintergrund doch sehr dominant.

 

 

 

 

 

 

 

 

Und hier eine noch geballtere Ladung Herbst mit einem alten Baumstumpf und Pilzen zusätzlich zu Moos, Blättern und Farn. Die Naturmotive der Bildschale fügen sich ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier würden wohl der Nachtfalter und die Ameise von der Cyanotypie am liebsten leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gefangen im Stacheldraht eher nicht so gerne.

 

 

 

 

 

 

 

 

Da ist dieser Zaun schon besser. Direkt dahinter geht es steil in die Tiefe, also schön auf dieser Seite bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie klein ist die Schale am Fuß der alten Buche. 

Schon fast Mittag und immer noch Nebel. Die Herbsttage mit Sonnenschein sind so schön, leider kommt bei uns die Sonne nun frühestens gegen Mittag durch den Nebel. Ich möchte die letzten Tage mit viel Licht natürlich gerne noch nutzen, um weitere Cyanotypie Keramiken zu belichten. Aber die Zeit ist knapp, ich habe dann ungefähr drei Stunden bis die Sonne schon wieder zu tief steht. Das reicht für maximal drei Keramiken, je nach Größe. Und runde Gefäßformen brauchen viel länger als eine Schale. Denn ich muss sie ja rundum belichten, also nach ca. 10 Minuten immer ein Stückchen weiter drehen. Wahrscheinlich ist das nun die letzte Phase für dieses Jahr, in der ich Cyanotypien herstellen kann, mal sehen, wie viele ich noch hinbekomme. Ein paar hätte ich schon noch gerne für meine Ausstellung im November im Töpfereimuseum Raeren.

Wird fortgesetzt.

Waldlichtung mit Cyanotypie Keramik

cyanotypie keramik

 

 

Heute ist mein Waldspaziergang mit Keramik ein Sommerspaziergang, der mich auf eine Waldlichtung führt. Ich zeige in den letzten Wochen neu entstandene Cyanotypie Keramik Schalen (Infos zu Cyanotypie auf Keramik finden Sie HIER).
Das Sommerwetter der letzten Wochen war gut – sowohl zum Brennen von Raku Keramik als auch zum Belichten der entstandenen Objekte, um Cyanotypie Keramik herzustellen. 

 

 

 

 

 

Auf einem im vergangenen Winter gerodeten Waldstück entsteht neue Vegetation und auch die beiden Schalen aus Raku Keramik tragen pflanzliche Motive. Ich habe für meine neuesten Arbeiten eine Schalenform gewählt, die das umlaufende Band, das durch die Cyanotypie blau wird, mit einer glänzend schwarzen Rakuglasur im Innern kontrastiert. Das Dekorband ist in Naked Raku Technik gebrannt, damit ich einen hellen Untergrund für die Cyanotypie bekomme.

 

 

 

 

An manchen Stellen ist der Boden sogar jetzt im Juli noch roh. Da braucht es Pionierpflanzen wie die Ackerwinde. Eine Planze, die sich sehr schön zum Belichten eignet. Ich bin schließlich immer noch ganz am Anfang beim Thema Cyanotypie Keramik und muss noch viele Erfahrungen sammeln. So bin ich jedes Mal total froh über besonders gelungene Bilder.

 

 

 

 

Ist es nicht wunderschön, wie sich die Farbnuancen der Windenblüte zeigen? Blätter absorbieren das Sonnenlicht beim Belichten der Cyanotypie normalerweise komplett, aber Blüten sind teilweise durchsichtig und dementsprechend zeigen sich auf der Keramik dann verschiedene Abstufungen der blauen Farbe.

 

 

Cyanotypie Keramik

 

 

Wo Blüten sind, da finden sich Falter ein. Für die Faltermotive habe ich selbsterstellte Negative benutzt. Diese sind zum ersten Mal zum Einsatz gekommen. Auch dafür musste ich technisch ziemlich rumprobieren, z.B. bei der Bildbearbeitung und bei der Frage, wie ich das Negativ während der Belichtung auf der Keramik fixiere. Mit normalem Klebstoff geht das nämlich nicht…

 

 

Cyanotypie Keramik

 

 

Aber letztendlich habe ich eine Lösung gefunden und hier krabbelt noch ein hungriger Nachtfalter.

 

 

 

 

Der sich natürlich auch für die Windenblüten auf der anderen Schale interessiert.

 

 

 

 

Am Rande der Lichtung, dort, wo es schattiger wird, wächst Farn. Eine von mir sehr geschätzte Pflanze zur Gestaltung von Keramik, die auch als Cyanotypie sehr gut rauskommt.

 

 

 

 

Bis in die kleinste Verästelung zeigt sich das Farnblatt in der Keramik Cyanotypie.

 

 

Cyanotypie Keramik

 

 

Ein letzter Blick über die sonnige Lichtung – Fortsetzung folgt! 

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Jahresringe 2

 

 

Der *Waldspaziergang mit Keramik* geht weiter. Nochmals habe ich eine *Jahresringe* Keramik ausgewählt. Ganz selbstverständlich fügt sie sich zwischen die Bäume am Waldrand.

 

 

Jahresringe Naked Raku Keramik

 

 

Die kleinen Baumstümpfe hier haben nicht so viele Jahresringe ansammeln können.

 

 

 

 

Die Wandung dieses Naked Raku Gefäßes ist wie immer glatt poliert und es findet sich der Abdruck von Farnblättern darauf. Diese Blätter habe ich vor dem Rakubrand aufgeklebt und dann die zwei Schichten für Naked Raku (Trennengobe und Glasur) darüber aufgetragen. Auf diese Weise hat sich der Farn in die Keramik eingebrannt. Mehr Infos zu dieser Technik bei Naked Raku Keramik finden sie HIER

 

 

 

 

Auch mich fasziniert es immer wieder, wie klar sich die Umrisse der Pflanzen übertragen.

 

 

Jahresringe Naked Raku Keramik

 

 

Aber auch die Struktur des Baumstamms ist sehr gut herausgekommen. Und ja, es ist ist Absicht, dass es wie verkohltes Holz aussieht.

 

 

 

 

Allerdings ist es mir erst beim Fotografieren hier im Wald aufgefallen, dass es auch eine Analogie zwischen dem Muster gibt, das das Naked Raku gebildet hat, und der Struktur der Fichtenrinde beim echten Baum. Ein Zufallsergebnis.

 

 

 

 

Auch dieses Gefäß kann offen als Vase benutzt werden.

 

 

 

 

Und der Deckel hat währenddessen einen Platz auf einem Baumstumpf gefunden. Und dann auf noch einem, und noch einem, und noch einem… :-)

 

 

 

 

Wird fortgesetzt… 

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Waldspaziergang mit Keramik – Jahresringe

Raku Keramik Holzstruktur

 

 

 

 

Jahresringe – ich setze meinen *Waldspaziergang mit Keramik* fort. Eine virtuelle Ausstellung von Keramik, die von der mich umgebenden Natur inspiriert wurde. Präsentiert eben dort, wo ihr Ursprung liegt.

 

 

 

 

Jahresringe Raku Keramik

 

 

 

 

Es dauert so lange, bis ein Baum gewachsen ist. Und doch immerhin ein paar Jahre, bis das Holz wieder zu Erde wird. Im Vergehen werden sie umso prägnanter, die Jahresringe.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ringe und Risse eines Baumstamms, eine faszinierende Struktur. Das alte Holz als Inspiration für ein Dosenobjekt aus Naked Raku Keramik. Der Abdruck von Jahresringen und Rissen auf Oberseite und Deckel der Raku Keramik, schwarz eingeraucht beim Rakubrand. Die Gefäßwandung poliert und mit der dezenten Zeichnung des Naked Raku.

 

 

 

 

 

 

 

 

Präsentiert auf einem Sockel oder halb versteckt in trockenen Ästen und wuchernden Pflanzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wird fortgesetzt… 

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Waldspaziergang mit Keramik – eine virtuelle Ausstellung

Eine virtuelle Ausstellung. Ein Waldspaziergang zu meiner Raku Keramik.

Ich lebe auf dem Land und fühle mich sehr verbunden mit der umgebenden Landschaft und Natur, draußen bin ich einfach glücklich. Meine Umgebung schenkt mir aber noch viel mehr, sie ist mein wichtigster Inspirationsquell und manchmal auch Rohstofflieferant für keramische Arbeiten. *Mein* Wald ist der Mundwald zwischen Altrich und Wittlich, ein ganz unspektakulärer Mischwald direkt vor meiner Haustür.

Nun kam mir vor Jahren schon dieser Gedanke: Wie wirkt eine fertige Keramik eigentlich an dem Ort, der so viel zu ihrer Entstehung beigetragen hat? Kann sie dort bestehen? Den Ort der Inspiration und das, was daraus entstanden ist, zusammenführen. Eine Keramikausstellung im Wald. Aber so richtig, so in echt? Ich kann ja schlecht den Wald mieten. Wäre zwar auch nicht übel, aber aber einige Hausnummern zu groß für mich. Aber eine virtuelle Ausstellung – ein fotografischer Waldspaziergang mit Keramik, das geht!

Und warum hat es von der Idee bis zum Beginn ihrer Umsetzung ein paar Jahre gedauert?
Zum einen kamen ein paar *normale* Ausstellungen dazwischen. Zum anderen hatte ich lange die Vorstellung, ich müsse das zeitlich *am Stück* umsetzen und dafür fehlte mir einfach die – Zeit natürlich. Doch irgendwann wurde mir klar, es ist sowieso eine virtuelle Ausstellung, es sind *nur* Fotos und Texte auf meinem Blog, ich kann das nach und nach über lange Zeit machen.

Und darum eröffne ich hiermit endlich den Waldspaziergang mit Keramik!

 

 

Es muss natürlich ein Waldwächter sein, der die Ausstellung eröffnet. Schon wegen seines Namens! Ich habe HIER im Blog bereits über diese Objekte geschrieben, Ausgangspunkt und Inspiration war der Fund eines Holzstückes, ein Astansatz aus dem Stamm einer abgestorbenen Kiefer. Wunderbar ausdrucksstark sowohl in der Form als auch in der Struktur. 

Auf diesem Foto wirkt der Waldwächter wie etwas, das aus dem Waldboden heranwächst. Drumherum strahlt der Wald im Februar noch Winterruhe aus, das Totholz ruht unter der Laubschicht des Herbstes. Aber dieser Eindruck täuscht, in Wirklichkeit sind die kleinen Bewohner des Waldes, Bakterien, Pilze und Insekten auch im Winter aktiv, um aus all dem Holz und den Blättern Nahrung für den Frühling zu schaffen. Genau, wie sie auch über Jahre hinweg den hölzernen Griff des Waldwächters aus einem Stamm herausgearbeitet haben.

 

 

      

 

 

Auf einem herumliegenden Holzblock platziert, wirkt der Waldwächter dann mehr wie ein klassisches Ausstellungsstück. Auf einmal ist da diese Distanz, er ist nicht mehr ein Teil vom ganzen, sondern ein Artefakt.

 

 

 

 

 

 

Doch dann kommt die Sonne hervor, die Lichtverhältnisse ändern sich und das Astwerk im Hintergrund wirkt plötzlich dem Raku Krakelée so ähnlich. 

An diesem Waldwächter mag ich übrigens besonders seinen kleinen *Durchblick*, das kleine Fraßloch im Holz. Eröffnet nochmal ganz andere Perspektiven.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum Schluss der ersten Station noch etwas Äste-Krakelée. Fortsetzung folgt! 

Dieser Waldwächter ist übrigens in meinem Shop HIER erhältlich.

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Schwemlinger Kunsthandwerkermarkt 2016

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Schönstes winterliches Wetter zum Schwemlinger Kunsthandwerkermarkt am 2. Advent – zum ersten Mal auf dem Gelände der Gärtnerei Eden-Bohr. Diese unerschrockene Dame in Badekleidung testet die Temperatur im Schwimmteich, das Wasser war allerdings etwas zu hart zum Schwimmen. Daher bevorzugten sowohl Besucher als Aussteller auch etwas dickere Kleidung. :-)

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Sogar Susanne Bartrams Keramikfischen war es anscheinend zu kalt im Wasser.

Vergangenes Jahr war ich zum ersten Mal zum Schwemlinger Kunsthandwerkermarkt im Advent eingeladen, damals zum 25jährigen Jubiläum fand der Markt zum letzten Mal rund ums Forsthaus Merzig-Schwemlingen mitten im Wald statt. Das alte Gelände hatte eine sehr schöne, ganz besondere Atmosphäre, hatte aber auch seine Tücken für die Aussteller, weil es teilweise sehr schräg war (was habe ich letztes Jahr meine Tische unterbauen müssen, bis sie einigermaßen gerade standen!!!) und bei nassem Wetter recht matschig, wogegen dann nur noch Stroh half. Da dieser Platz nun nicht mehr zur Verfügung steht, war es aber sehr schön, dass ganz in der Nähe ein neuer gefunden wurde. Familie Bohr von der dortigen Gärtnerei erklärte sich bereit, die Markttradition fortzuführen und so waren diesmal alle ganz gespannt, wie der Markt denn auf dem neuen Gelände so sein würde.

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Er war auf alle Fälle erfolgreich, an Besuchern herrschte zwei Tage lang kein Mangel. Hier interessierte Damen am Stand von Barbara Rummel. Für uns Aussteller ist es einfacher, weil besser zu befahren, viel ebener und es gibt auch insgesamt mehr Platz. Die Atmosphäre ist anders, aber auch sehr schön. Die unterschiedlich gestalteten Gartenbereiche, in denen die Stände aufgestellt wurden, machen das Gelände irgendwie heimelig. Immer eine Gruppe Stände, dann geht es über Brücken oder Gartenpfade zum nächsten kleinen Platz mit neuen Ständen.

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Hier der Stand von Ute Matschke und Maria Meyer mit ihrem zauberhaften Keramikgeschirr, bunt und verspielt.

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Gleich daneben Franz-Josef Vancks Bildhauerkunst in Stein und Metall.

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Kraftvoll und klar ist das Design des Geschirrs vom Keramikerkollegen Hans-Georg Fischer.

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Und da gegenüber stand schließlich mein Stand.

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In der Badewanne wäre es übrigens auch nicht wärmer gewesen. :-)

Angesichts des Winterwetters bin ich ganz froh, dass der Schwemlinger Kunsthandwerkermarkt meine letzte Marktveranstaltung dieses Jahres war, jetzt ist erst einmal Pause bis Ostern in Luxemburg auf der Emaischen. Wetterunabhängig hat mein Onlineshop natürlich durchgängig geöffnet.