Ausstellung Keramik Preis Raeren

Endlich war es am 19. November soweit, die Keramik Ausstellung der Preisträgerinnen des Keramikmarkts Raeren 2016 (das Titelfoto des Blogbeitrags zeigt die vom Museum angekaufte Keramik) wurde im Haus Zahlepohl vis-à-vis vom Töpfereimuseum Burg Raeren eröffnet. Es ist schon über ein Jahr her, dass mir auf diesem Markt der 3. Preis zuerkannt wurde, ich war aber gar nicht so böse drum, dass sich die Ausstellung um ein paar Monate verzögerte. So hatte ich ausreichend Zeit, neue Stücke zu schaffen, auch neue Cyanotypie Keramiken, die ja besonders viel Aufwand erfordern.

 

 

 

 

 

 

Gefäß für GedankenDie erste Keramik meiner Ausstellungsbeiträge ist aber ein neues Gefäß für Gedanken.  

Wende die alten Steine –
ein kurzer Blick nur auf flüchtige Tage
Sie geh’n in die Vergangenheit zurück

Drehe mich um
zur Zukunft

 

 

 

 

 

 

Raku Dose mit SteinStein zu Stein. In diesem Fall zwei Dosen aus Naked Raku Keramik mit gefundenen Steinen kombiniert.

 

 

 

 

 

 

Naked Raku KeramikJahresringe. Ein großes Dosenobjekt mit eingebranntem Farn, ein kleineres Dosenobjekt und eine Jahresring Schale aus Naked Raku Keramik.

 

 

 

 

 

 

Cyanotypie KeramikDann endlich neue Cyanotypie Keramiken. Auch hier habe ich wieder das Motiv der Jahresringe aufgegriffen. Der Titel dieser Arbeiten ist Vergehen und Werden. Der Buchenbaum ist gefällt, der zurückbleibende Stumpf wird über die Zeit langsam verrotten. Doch noch für einige Jahre wird die Geschichte des Baumes am Holz ablesbar sein. Gleichzeitig geht der ewige Kreislauf des Lebens weiter, neue Pflanzen und Bäume werden heranwachsen. Ernährt vom dem, was vergeht. Beide Keramiken tragen die durch die fotografische Technik der Cyanotypie erzeugten Bilder von Farnen und einem jungen Buchenbäumchen.

 

 

 

 

 

 

Cyanotypie Keramik FarnFarne eignen sich einfach wunderbar für Cyanotypien. Drei Objekte mit Farn und Nachfaltern. Die Abbilder der Insekten erzeuge ich übrigens mit Negativen, es kommt also kein Tier zu Schaden.

 

 

 

 

 

 

Eine von der Form eines Baumstamms inspirierte Naked Raku Keramik im Hintergrund, im Vordergrund ein der Form einer Eichel nachempfundenes Dosenobjekt. Ja, genau das, das ich auf meinem vorigen Blogbeitrag zum Waldspaziergang mitnahm! Wenn Sie den Waldspaziergang mit Keramik verfolgen, dann haben Sie vielleicht schon ein paar Keramiken wiedererkannt. Es ist mein momentanes künstlerisches Thema, also ist auch mein Beitrag zur Preisträger Ausstellung ein Waldspaziergang mit Keramik geworden, unvermeidlich.

 

 

 

 

 

 

cyanotype ceramicsAuf der letzten Station dieser Ausstellung trete ich jedoch aus dem Wald heraus. Da steht noch ein Baum am Wegrand, dann begleiten mich Wiesen auf dem Rückweg. Die Cyanotypie von Baum am Wegrand (das Vasenobjekt im Hintergrund links) ist komplett durch Belichtung eines Negativs entstanden. Auf den anderen Keramiken habe ich wieder echte Pflanzenteile mit kleinen Negativen kombiniert. So kann ein kleiner Nachtfalter die Blüten des Geißblatts besuchen und ein großer Grashüpfer durch die Ackerwinde krabbeln.

 

 

 

 

 

 

Und dann blicken wir uns um – denn da sind ja noch zwei andere Ausstellerinnen.

 

 

 

 

 

 

Keramik Petra WolfPetra Wolfs Keramiken liebe ich ja sowieso. :-) Farblich extrem zurückhaltend kommen die Strukturen ihrer Arbeiten umso besser zur Geltung. Was der Ton an Texturen, Brüchen, Linien – kurz allen möglichen Arten von Oberflächen entwickeln kann, Petra erforscht es und bringt es in ihren Objekten konzentriert auf den Punkt.

 

 

 

 

 

 

Christine Möhring KeramikDie zweite Mitausstellerin ist Christine Möhring. Auch sie beschäftigt sich mit Form und Struktur, oft durch Farbigkeit betont. Auch ihre Inspiration liegt oft in der Natur. So hieß eine ihrer letzten Ausstellungen *Behausungen*. Nicht wirklich verwunderlich, dass ich auch die Arbeit dieser Keramikerin sehr schätze.

 

 

 

 

 

 

Leider kann ich keinen weiteren Überblick über die Ausstellung zeigen. Dafür ist der Ausstellungsraum zu klein und meine fotografischen Möglichkeiten sind zu begrenzt. Aber es ist sowieso viel besser, Sie gehen selber hin und schauen sich unsere Keramik Ausstellung an. Kombiniert mit einem Besuch im Töpfereimuseum absolut lohnenswert. Die Ausstellung dort über die Geschichte der Raerener Keramik ist sehr interessant und informativ und kein bisschen langweilig. Und Raeren liegt direkt hinter der deutsch-belgischen Grenze, ganz nah bei Aachen. 

Die Keramik Ausstellung der Preisträgerinnen vom Euregio Keramikmarkt 2016 läuft noch bis zum 7. Januar 2018.

 

 

 

 

 

 

Keramik AusstellungTöpfereimuseum Raeren

 

 

 

 

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