Keramikzeit (Blog)

Neuigkeiten aus der Keramikwerkstatt, von Ausstellungen und Märkten, tolle Keramikerkollegen und manches mehr, willkommen in meinem Keramik Blog!

Cyanotypie mit Federn

Keramik Schale Cyanotypie mit Federn

Spechte sind nicht nur wunderschön als Pfeifvögelchen (siehe vorheriger Beitrag), sie liefern auch tolles Material für eine Cyanotypie mit Federn.

Ich habe mal ein ganzes Büschel Federn vom Buntspecht im Wald gefunden. Für mich ein Glücksfall (der Specht hingegen hat wohl eher Pech gehabt und ist einem Raubvogel zum Opfer gefallen). Die Flügelfedern sind schwarz mit weißen Punkten, durch die interessante Zeichnung eignen sie sich sehr gut, um eine Cyanotypie mit Federn damit zu machen.

Cyanotypie mit Federn auf Keramik

Da sie außerdem recht klein sind, passen sie auf den Rand dieser Schalen mit nach innen gezogenem Rand. Denn bei mir gibt es die Cyanotypien ja nicht auf Papier, sondern auf Raku Keramik. Bei diesen Schalen jedenfalls ist es gar nicht so einfach, Objekte zu finden, die darauf passen. Der Rand ist recht schmal und stark gebogen. Das schränkt die Auswahl von möglichen Objekten stark ein. Aber die Federn sind perfekt.

Keramik Schale mit Cyanotypie Federn

Mit drei Stück ergibt sich ein wunderschönes Cyanotypie Foto auf der Keramik. Jetzt sind die Buntspechtfedern weiß mit blauen Punkten. Denn da ich die Federn direkt und nicht ein Fotonegativ davon aufgelegt habe, ist das entstandene Bild logischerweise selber ein Negativ, also sind hell und dunkel vertauscht.

Keramik Schale mit Cyanotypie Federn

Und da ich ja ein ganzes Büschel Federn gefunden hatte, gab es genug Material für noch eine schöne Cyanotypie Schale mit Federn.

Und noch eine große mit sechs Federn.

Keramik Specht – Péckvillchen 2019

Péckvillchen Specht 2019

Und schon wieder ist bald Ostern und „tadaaaa“, darf ich vorstellen: Mein Péckvillchen 2019 ist ein Specht. Ein Buntspecht, um genau zu sein.
(Zum luxemburgischen Osterbrauch Péckvillchen finden Sie jedes Jahr einen Blogbeitrag, beginnend HIER.)

Specht Okarina Keramik

Eigentlich würde man einen Specht ja musikalisch eher in die Rhythmusgruppe stecken, das luxemburgische Péckvillchen (Pickvögelchen) ist aber eine Tonpfeife, also eine Okarina und darum sind meine Spechte keine Trommler, sondern flöten ganz lieblich. Darum ist da auch dieses Loch, das dient dazu, den Flötenton variieren zu können.

Specht Keramik

Bevor mein Specht aber zum Pfeifvogelmarkt Emaischen in Luxemburg an Ostermontag seinen großen Auftritt hat, darf er noch ein bisschen in den Wald und hat dort gleich einen schönen Spechtbaum gefunden.

Buntspecht Keramik

Wenn man hier mal ein bisschen durchwischt und die Spinnweben entfernt, dann kann man in diese Höhle doch sofort einziehen, oder?

Okarina Specht

Es ist auch Platz für Zwei.

Péckvillchen 2019

Oder gleich eine WG, Zimmer hat dieser Baum wirklich genug.

Péckvillchen 2019 Specht

Und einen Garten mit Sitzbank gibt’s auch noch! :-)

Kaufen kann man mein Péckvillchen 2019 (und natürlich noch viele andere) an Ostermontag auf der Emaischen in Luxemburg-Stadt rund um den großherzoglichen Palast. Und anschließend in meinem Etsy-Shop. Dort gibt es auch noch Péckvillchen aus vergangenen Jahren zu kaufen. HIER

Und in meinem nächsten Blogbeitrag geht es dann nicht schon wieder um irgendwelche Vögelchen. ;-)

Der Wiedehopf

Wiedehopf Keramik

Ach, wenn das ein echter Wiedehopf da in meinem Garten gewesen wäre, dann hätte ich mich auch gefreut! Aber diese Vögel sind leider sehr selten und ich habe noch nie einen echten sehen dürfen.

Vor einiger Zeit kam allerdings eine liebe Kundin in meine Werkstatt, die sich einen Wiedehopf aus Keramik für Ihren Garten wünschte.
Sonderaufträge sind immer so eine Sache. Einerseits manchmal gute Anstöße zu neuen Ideen und Produkten. Manchmal aber leider nicht umsetzbar, sei es wegen des Aufwands, sei es wegen technischer Gründe. Aber auf diesen Wiedehopf hatte ich so richtig Lust, obwohl mir bei der Zusage noch nicht klar war, wie ich die Farben hinbekommen soll.

Wiedehopf Keramik für den Garten

Denn dummerweise funktioniert die Farbgestaltung bei Keramik ja nicht so, dass man einfach einen Farbkasten benutzt mit dem man sich jede gewünschte Farbe zusammenmischen kann.
Die Farben der Glasuren entstehen in einem chemischen Prozess während des Brandes. Vor dem Brand sehen sie ganz anders aus. Und es ist nicht alles machbar bzw. ist es mir einfach nicht möglich, eine breite Farbpalette außerhalb der von mir für gewöhnlich benutzten Farben vorrätig zu haben, das lohnt sich einfach nicht. Bei hohen Brenntemperaturen wird die Farbpalette dann noch kleiner, weil bei 1240°C einfach nicht mehr alles funktioniert. Aber 1240°C, also Steinzeugtemperatur, waren hier schon nötig, damit der Wiedehopf auch problemlos draußen aufgestellt werden kann. Eine so hoch gebrannte Keramik hat keine Poren mehr und ist damit wetter- und frostfest.

Wiedehopf Keramik Garten

Nun, schwarz und weiß habe ich als Glasurfarben für Steinzeug sowieso in Gebrauch, die waren kein Thema. Aber dieses spezielle Braun des Wiedehopfs, hmmmmmmm. Ich habe mich schließlich dafür entschieden, keine Glasur zu benutzen, sondern Eisenoxid. Wie es werden würde, spannend! Und dann wurde es richtig gut, viel besser als gehofft! Da das Eisenoxid keine Glasurschicht bildet, sondern wirklich nur färbt, wirkt es sehr lebendig. Und der Farbton kommt dem echten des Vogels wirklich sehr nahe. Ich war so froh, als ich den Wiedehopf aus dem Ofen nahm und das schöne Ergebnis sah!

Wiedehopf Steinzeug Keramik

Und durch den Trick, die Vögel auf einem Stein sitzen zu lassen (natürlich ein modellierter aus Keramik), haben meine Gartenvögel auch Beine. Wären da nur die Beine, die könnten den Vogelkörper im Brand nicht tragen. So aber funktioniert das und man kann die Vögel immer sowohl auf dem Boden, einer Mauer oder was auch immer hinstellen. Als auch auf einem Stab platzieren. So funktioniert das bei all meinen Keramik Vögeln für den Garten, z.B. dem Eisvogel.

Und dann noch ein Raku Wiedehopf

Und kaum hatte ich den Auftrag für den Garten Wiedehopf bekommen, fragte eine andere Kundin, ob sie einen ganz kleinen aus Raku Keramik bekommen könnte. Solche habe ich auch vor Jahren schon als Pfeifvögel zu Ostern gemacht. Auch dieser kleine Wiedehopf ist jetzt fertig.

Wiedehopf Raku Keramik

Winterwaldspaziergang mit Keramik

Winterwaldspaziergang mit Keramik

Lange nicht mehr draußen gewesen. Doch an einem sonnigen Wintertag strahlt das Blau einer Cyanotypie Keramik so schön neben dem glänzenden Braun der alten Blätter!

Efeu, das langsam einen Stamm überwuchert. 

Oder wächst es sogar aus der Keramik heraus?

Und ein neues Bäumchen trägt sogar im Dezember noch grün.

Die schwarz eingerauchten Holzstrukturen an der Oberseite des Vasenobjekts glänzen silbrig in der Wintersonne.

Und die glatt polierte Keramik schmiegt sich an einen von der Zeit ebenso glatt geschliffenen vergrauten Stamm.

Es ist immer wieder spannend, eine Keramik mit ihrer Inspiration zu vergleichen. Oft sind die Plätze, von denen ich vorher denke, dass ich dort ein aussagekräftiges Foto machen kann, dann, wenn ich dort bin, ganz ungeeignet. Weil entweder die Natur zu dominant ist und die Keramik daneben ganz kümmerlich und unscheinbar wirkt. Oder umgekehrt die Keramik plötzlich so farbig und strahlend ist, dass man den Rest des Bildes kaum wahrnimmt. Aber manchmal muss ich nur ein paar Schritte weiter gehen und alles fügt sich zueinander.

Vasen so blau wie der Himmel

Vasen so blau wie der Himmel

Wir sind schon mitten im Herbst, doch jeden Tag ist der Himmel wieder blau, blau, blau. Blau wie der Himmel sind auch meine Vasen in Naked Raku mit Cyanotypie.

Vase blau Cyanotypie

Dabei ist anfangs noch nicht viel davon zu sehen. Kein Blau weit und breit und was ist das für eine merkwürdige Form?

Ganz einfach, die Form dieser Vasen muss umgekehrt herum gedreht werden. Sie stehen erstmal auf dem Kopf. Es wäre sonst nicht möglich, den waagerechten Randbereich hinzubekommen, der würde beim richtig herum Töpfern nach unten wegsacken. Den Boden der Vasen muss ich dann nachträglich einfügen.

Vasen Cyanotypie auf Keramik

Für den Raku Brand nutze ich dann die Naked Raku Technik. Dabei kann die Glasur nach Abschluss des Brandes wieder abgepellt werden. Ich erhalte eine helle, glatte, unglasierte Oberfläche mit schwarzen Pünktchen und Krakeleelinien. Auf dieser Oberfläche platziere ich dann die Objekte, die mein Cyanotypie Bild ergeben sollen. Nach Belichtung an der Sonne und Entwicklung im Wasserbad erscheint das blau/weiß Foto auf dem Ton – himmlisch blau! :-)

Vase Cyanotypie auf Keramik

Vasen blau wie ein Sommertag. Mit Schmetterlingen über einer Sommerwiese.

Vase Cyanotypie auf Keramik

Oder blau wie eine Vollmondnacht. Nachtfalter umschwärmen den Mond, der Farn leuchtet silbern.

Im Moment gibt es wieder Cyanotypie Keramik in meinem Shop zu kaufen, ganz neu befindet dieser sich nun auf der Verkaufsplattform Etsy:

https://www.etsy.com/de/shop/HildegardSchemehl

Kölner Keramikermarkt 2018 – Kreativpreis

Nach langer Pause habe ich dieses Jahr mal wieder am Kölner Keramikermarkt teilgenommen und ich habe dort einen Preis gewonnen! :-)

Cyanotypie auf KeramikZum Kölner Keramikermarkt gibt es jedes Jahr ein Wettbewerbsmotto. 2018 hieß dieses Motto *Märchenhaftes Köln. Geschichten, Legenden, Sagen.* Als im Mai die Zusage zur Marktteilnahme mit Bekanntgabe des Wettbewerbsmottos eintraf, musste ich sofort an meine persönliche Geschichte mit einem Kölschen Märchen denken, und die geht so:     

Kindliches Missverständnis oder „Die Mainzelmännchen zu Köln“

Es war einmal ein kleines Mädchen, das bekam von seiner Kölner Patentante eine Märchenschallplatte geschenkt „Die Heinzelmännchen zu Köln“. Gebannt lauschte das Mädchen wieder und wieder der Geschichte, besonders gefesselt vom dramatischen Ende, wenn die Heinzelmännchen mit Getöse die Treppe hinunterpolterten.

Allerdings gab es da etwas, das das kleine Mädchen nicht verstand:
Aus dem Fernsehen waren ihm die Mainzelmännchen wohlbekannt, und dass die Heinzelmännchen mit diesen nicht identisch sein sollten, obwohl sich das doch so gleich anhörte, das konnte es einfach nicht begreifen!

So purzelten vor seinem inneren Auge immer und immer die Mainzelmännchen diese Treppe hinunter und irgendwie ist das bis heute so geblieben.

Von daher braucht sich das erwachsene Mädchen auch nicht zu wundern, dass geheimnisvolle Hilfe in der Töpferwerkstatt ausbleibt…

Die Technik:    

Dosenobjekt aus Naked Raku Keramik mit Cyanotypie (blau/weiß Fotografie)

Der Deckel mit einer Cyanografie vom Negativfoto einer selbst erstellten Kollage, der Dosenkörper erinnert mit seiner schwarzen, gerillten Oberseite an die Schallplatte, die Seiten mit einem Cyanogramm von Erbsen, die den Kölner Dom überwuchern (denn die sind natürlich aufgegangen, nachdem sie von der Treppe auf die Erde gerollt sind und nach dem Verschwinden der Heinzelmännchen haben auch die Gärtner ihre liebe Not mit der vielen Arbeit).

Es war ganz schön nervenaufreibend, den Wettbewerbsbeitrag rechtzeitig fertig zu bekommen. Zuerst hatte ich Probleme mit der Glasur, als Resultat wurde das Naked Raku nicht schön und die Oberfläche für das Erstellen einer Cyanotypie unbrauchbar. Dann hatte ich eine neue Glasurcharge, aber Trockenheit und Hitze machten den Rakubrand unmöglich. Erst zwei Wochen vor dem Kölner Keramikermarkt konnte ich endlich brennen. Dann musste die Keramik noch geputzt werden, trocknen, belichtet werden, gewässert, wieder getrocknet – eine zeitliche Punktlandung. Um so glücklicher bin ich, damit dann auch noch einen Preis gewonnen zu haben, nämlich den Kreativpreis vom Kölner Keramikermarkt, dotiert mit einer Tonne Ton der Firma Sibelco. Eine Tonne Ton, nicht schlecht, da habe ich einen Haufen Arbeit gewonnen!!! ;-) Ich freu‘ mich drauf! :-)

Preisträger Kölner Keramikermarkt

v.l. Ines Lang, Sabine Puschmann-Diegel, Kathrin Bachmann, Hildegard Schemehl, hinten Innenstadt Bürgermeister Andreas Hupke

Aber wie man auf dem Preisträgerfoto sieht, gab es natürlich noch andere Keramikerinnen, die einen Preis bekommen haben. 

Kathrin Bachmann aus Koblenz wählte die Geschichte von Siegfried, dem Drachentöter, für ihren Wettbewerbsbeitrag. Eine Kanne und zwei dazu passende Becher aus Porzellan.

Ebenfalls aus Porzellan ist die Umsetzung der wahren Geschichte des weißen Wals, der sich im Jahr 1966 im Rhein verirrt hatte. Diese sehr schlichte, wunderschöne Keramik wurde von Ines Lang aus Köln geschaffen. Dafür gab es einen 1. Preis.

Und den 1. Preis gab es in diesem Jahr gleich zweimal, den anderen bekam Sabine Puschmann-Diegel für ihre Umsetzung der Geschichte von Jan und Griet.

Mir persönlich gefiel darüber hinaus diese Drachenhandtasche von Sabine Martin.

Und diese tolle Bildplatte von Veronika Dietz.   

Péckvillchen 2018

Péckvillchen 2018Moien, darf ich mich vorstellen: Ich bin die Haubenmeise, das Péckvillchen 2018.

An Ostermontag werde ich mich freuen, Sie auf der Emaischen in Luxemburg-Stadt zu treffen. Zum 191. Mal werden dort in allen Straßen rund um den großherzoglichen Palast die Péckvillercher pfeifen. Pfeivögelchen aller Arten und Farben. Es wäre zum Vogelmarkt natürlich schön, wenn auch das Wetter endlich frühlingshaft wäre, also gucken wir mal.

 

 

Vor ein paar Wochen, als die diesjährigen Péckvillchen zwar schon fertig modelliert, aber noch nicht glasiert und Raku gebrannt waren, war es ja noch verdammt winterlich.

 

 

Meisen am FutterhausDie Kohl- und Blaumeisen im Garten standen am Futterspender Schlange.

 

 

Da kam uns Péckvillchen 2018 das schöne warme Feuer im Raku Brand genau recht.

 

 

Auch wenn beim Brennen meistens die Sonne schien. Aber was sind wir dreckig nach dem Raku Brand!

 

 

Peckvillchen 2018Kaum waren ich und meine Haubenmeisen-Kolleginnen schön sauber geputzt, lag schon wieder Schnee.

 

 

Oder es regnete, mannmannmann, kein Wunder, dass diese Haubenmeise ein bisschen böse guckt.

 

 

Also, wo hat die Sonne sich versteckt??? Im alten Zwetschgenbaum vielleicht? Nö, zu dunkel!

 

 

Bei den Osterglocken sieht es schon besser aus, zumindest die Farbe stimmt.

 

 

Und beim Blick in den Himmel gibt es ein ganz zartes Blau zu entdecken.

 

 

Péckvillchen 2018Ja, so ist das schön, so wünschen wir uns doch alle das Osterwetter. Dann mal Daumen drücken, dass wir Glück haben werden. Egal, wo wir den Ostermontag genießen. 

Ihr Péckvillchen 2018 Wetterreporter wünscht ein schönes Osterfest!

HIER z.B. gibt es das Péckvillchen übrigens jetzt auch online zu kaufen.

Ausstellung Keramik Preis Raeren

Endlich war es am 19. November soweit, die Keramik Ausstellung der Preisträgerinnen des Keramikmarkts Raeren 2016 (das Titelfoto des Blogbeitrags zeigt die vom Museum angekaufte Keramik) wurde im Haus Zahlepohl vis-à-vis vom Töpfereimuseum Burg Raeren eröffnet. Es ist schon über ein Jahr her, dass mir auf diesem Markt der 3. Preis zuerkannt wurde, ich war aber gar nicht so böse drum, dass sich die Ausstellung um ein paar Monate verzögerte. So hatte ich ausreichend Zeit, neue Stücke zu schaffen, auch neue Cyanotypie Keramiken, die ja besonders viel Aufwand erfordern.

 

 

 

 

 

 

Gefäß für GedankenDie erste Keramik meiner Ausstellungsbeiträge ist aber ein neues Gefäß für Gedanken.  

Wende die alten Steine –
ein kurzer Blick nur auf flüchtige Tage
Sie geh’n in die Vergangenheit zurück

Drehe mich um
zur Zukunft

 

 

 

 

 

 

Raku Dose mit SteinStein zu Stein. In diesem Fall zwei Dosen aus Naked Raku Keramik mit gefundenen Steinen kombiniert.

 

 

 

 

 

 

Naked Raku KeramikJahresringe. Ein großes Dosenobjekt mit eingebranntem Farn, ein kleineres Dosenobjekt und eine Jahresring Schale aus Naked Raku Keramik.

 

 

 

 

 

 

Cyanotypie KeramikDann endlich neue Cyanotypie Keramiken. Auch hier habe ich wieder das Motiv der Jahresringe aufgegriffen. Der Titel dieser Arbeiten ist Vergehen und Werden. Der Buchenbaum ist gefällt, der zurückbleibende Stumpf wird über die Zeit langsam verrotten. Doch noch für einige Jahre wird die Geschichte des Baumes am Holz ablesbar sein. Gleichzeitig geht der ewige Kreislauf des Lebens weiter, neue Pflanzen und Bäume werden heranwachsen. Ernährt vom dem, was vergeht. Beide Keramiken tragen die durch die fotografische Technik der Cyanotypie erzeugten Bilder von Farnen und einem jungen Buchenbäumchen.

 

 

 

 

 

 

Cyanotypie Keramik FarnFarne eignen sich einfach wunderbar für Cyanotypien. Drei Objekte mit Farn und Nachfaltern. Die Abbilder der Insekten erzeuge ich übrigens mit Negativen, es kommt also kein Tier zu Schaden.

 

 

 

 

 

 

Eine von der Form eines Baumstamms inspirierte Naked Raku Keramik im Hintergrund, im Vordergrund ein der Form einer Eichel nachempfundenes Dosenobjekt. Ja, genau das, das ich auf meinem vorigen Blogbeitrag zum Waldspaziergang mitnahm! Wenn Sie den Waldspaziergang mit Keramik verfolgen, dann haben Sie vielleicht schon ein paar Keramiken wiedererkannt. Es ist mein momentanes künstlerisches Thema, also ist auch mein Beitrag zur Preisträger Ausstellung ein Waldspaziergang mit Keramik geworden, unvermeidlich.

 

 

 

 

 

 

cyanotype ceramicsAuf der letzten Station dieser Ausstellung trete ich jedoch aus dem Wald heraus. Da steht noch ein Baum am Wegrand, dann begleiten mich Wiesen auf dem Rückweg. Die Cyanotypie von Baum am Wegrand (das Vasenobjekt im Hintergrund links) ist komplett durch Belichtung eines Negativs entstanden. Auf den anderen Keramiken habe ich wieder echte Pflanzenteile mit kleinen Negativen kombiniert. So kann ein kleiner Nachtfalter die Blüten des Geißblatts besuchen und ein großer Grashüpfer durch die Ackerwinde krabbeln.

 

 

 

 

 

 

Und dann blicken wir uns um – denn da sind ja noch zwei andere Ausstellerinnen.

 

 

 

 

 

 

Keramik Petra WolfPetra Wolfs Keramiken liebe ich ja sowieso. :-) Farblich extrem zurückhaltend kommen die Strukturen ihrer Arbeiten umso besser zur Geltung. Was der Ton an Texturen, Brüchen, Linien – kurz allen möglichen Arten von Oberflächen entwickeln kann, Petra erforscht es und bringt es in ihren Objekten konzentriert auf den Punkt.

 

 

 

 

 

 

Christine Möhring KeramikDie zweite Mitausstellerin ist Christine Möhring. Auch sie beschäftigt sich mit Form und Struktur, oft durch Farbigkeit betont. Auch ihre Inspiration liegt oft in der Natur. So hieß eine ihrer letzten Ausstellungen *Behausungen*. Nicht wirklich verwunderlich, dass ich auch die Arbeit dieser Keramikerin sehr schätze.

 

 

 

 

 

 

Leider kann ich keinen weiteren Überblick über die Ausstellung zeigen. Dafür ist der Ausstellungsraum zu klein und meine fotografischen Möglichkeiten sind zu begrenzt. Aber es ist sowieso viel besser, Sie gehen selber hin und schauen sich unsere Keramik Ausstellung an. Kombiniert mit einem Besuch im Töpfereimuseum absolut lohnenswert. Die Ausstellung dort über die Geschichte der Raerener Keramik ist sehr interessant und informativ und kein bisschen langweilig. Und Raeren liegt direkt hinter der deutsch-belgischen Grenze, ganz nah bei Aachen. 

Die Keramik Ausstellung der Preisträgerinnen vom Euregio Keramikmarkt 2016 läuft noch bis zum 7. Januar 2018.

 

 

 

 

 

 

Keramik AusstellungTöpfereimuseum Raeren

 

 

 

 

Waldspaziergang 6

 

 

 

 

Die nächste Station meines Waldspaziergangs mit Keramik. Nun im Herbst sind die Eicheln reif und fallen mit dem alten Laub zu Boden. Eine gute Zeit, um dieses Dosenobjekt aus Naked Raku Keramik vorzustellen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Denn wie man sieht, es war die Form einer Eichel, die mich zu dieser Dose aus Raku Keramik inspiriert hat. 

 

 

 

 

Die feinen Riefen der Eichel sind bei mir dunkle Linien im Naked Raku geworden.

 

 

 

 

Das Laub der ganz kleinen Eichenbäumchen von diesem Jahr ist noch grün.

 

 

 

 

Werden sie es schaffen, einmal zu dieser Größe heranzuwachsen? Das Dosenobjekt zu Füßen eines erwachsenen Baums, wie eingekuschelt in einem Hohlraum zwischen den Wurzeln.

 

 

 

 

Eingekuschelt und beschützt.

 

 

 

 

Und hier auf einem Stapel gefällter Bäume.

 

 

 

 

Ein letzter Blick von oben auf die Keramik im Herbstlaub. Die Farbharmonie zwischen den Brauntönen des Laubs und den Grautönen des Naked Raku gefällt mir sehr! 

Wird fortgesetzt.

Herbstspaziergang mit Keramik

cyanotype on ceramics

 

 

 

 

 

Ohjeohjeohje, ich habe meine Keramik Spaziergänge wirklich etwas vernachlässigt. Aber nun endlich, Waldspaziergang mit Keramik, meine virtuelle Ausstellung im Wald, fünfte Station.   

Es ist schon Herbst. Und die verschiedenen Farben und Stimmungen im Herbstwald sind sehr schön, um die unterschiedliche Wirkung im Zusammenspiel mit einer neuen Cyanotypie Keramik Schale auszuprobieren. Auch diese trägt Motive aus dem Wald. Farnblätter, ein Nachtfalter fliegt auf, eine Ameise.
Was leuchtet nun mehr, das Blau der Cyanotypie, die braunen Blätter oder der noch hellgrüne Farn?

 

 

 

 

Cyanotypie auf Keramik

 

 

 

 

 

Farbharmonie mit einem Hintergrund aus Herbstlaub.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz anders ist die Wirkung auf leuchtend grünem Moos, da ist der Hintergrund doch sehr dominant.

 

 

 

 

 

 

 

 

Und hier eine noch geballtere Ladung Herbst mit einem alten Baumstumpf und Pilzen zusätzlich zu Moos, Blättern und Farn. Die Naturmotive der Bildschale fügen sich ein.

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier würden wohl der Nachtfalter und die Ameise von der Cyanotypie am liebsten leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gefangen im Stacheldraht eher nicht so gerne.

 

 

 

 

 

 

 

 

Da ist dieser Zaun schon besser. Direkt dahinter geht es steil in die Tiefe, also schön auf dieser Seite bleiben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie klein ist die Schale am Fuß der alten Buche. 

Schon fast Mittag und immer noch Nebel. Die Herbsttage mit Sonnenschein sind so schön, leider kommt bei uns die Sonne nun frühestens gegen Mittag durch den Nebel. Ich möchte die letzten Tage mit viel Licht natürlich gerne noch nutzen, um weitere Cyanotypie Keramiken zu belichten. Aber die Zeit ist knapp, ich habe dann ungefähr drei Stunden bis die Sonne schon wieder zu tief steht. Das reicht für maximal drei Keramiken, je nach Größe. Und runde Gefäßformen brauchen viel länger als eine Schale. Denn ich muss sie ja rundum belichten, also nach ca. 10 Minuten immer ein Stückchen weiter drehen. Wahrscheinlich ist das nun die letzte Phase für dieses Jahr, in der ich Cyanotypien herstellen kann, mal sehen, wie viele ich noch hinbekomme. Ein paar hätte ich schon noch gerne für meine Ausstellung im November im Töpfereimuseum Raeren.

Wird fortgesetzt.